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Familienrecht

Ehevertrag

In einem Ehevertrag

können abweichend von den gesetzlichen Regelungen Zugewinnausgleich, Unterhalt, Versorgungsausgleich und auch andere Themen wie zum Beispiel die Aufteilung der Hauseinrichtung oder die Nutzung der Ehewohnung nach einer Trennung geregelt werden.

Ein Ehevertrag muss notariell beurkundet werden. Er kann vor der Heirat, während einer bestehenden (intakten) Ehe und im Zusammenhang mit einer Trennung abgeschlossen werden.

Wichtig ist, dass man sich vor Abschluss eines Ehevertrages beraten lässt. Gerade im Eherecht bestehen oftmals falsche Vorstellungen. So glauben fast alle Eheleute, die sich bei mir beraten lassen, dass sich durch die Ehe die Vermögen vereinigen und man z.B. auch für die Schulden des anderen Ehegatten haftet.

Beraten lassen kann man sich entweder beim Rechtsanwalt oder beim Notar. Der Notar berät allerdings neutral, d.h. er kann nicht die Interessen des einen oder anderen wahrnehmen.

Besonders vor einer Familiengründung sollten beide Partner über einen Ehevertrag nachdenken. Wenn einer der Partner wegen Kinderbetreuung seine Berufstätigkeit einschränken oder gar aufgeben will, muss geregelt werden, wie dies finanziell auszugleichen ist. Nach der derzeitigen Gesetzeslage besteht nach einer Ehescheidung ab dem 3. Lebensjahr des Kindes kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt mehr.

Ein Ehevertrag kann auch im Falle einer Trennung helfen, dass möglichst wenig Streit über die Folgen einer Scheidung entsteht. Wenn Zugewinn, Unterhalt und Versorgungsausgleich geregelt sind, kann dies helfen, eine Scheidung einigermaßen einvernehmlich durchzuführen.

Wenn Sie mehr zum Thema Ehevertrag erfahren möchten, wenden Sie sich an einen unserer erfahrenen Fachanwälte für Familienrecht.